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Externe Festplatten als TV-Aufnahme-Platte einsetzen

Maxtor FestplattenFilme und Sendungen im Fernsehen aufzunehmen, ist eine beliebte Art die eigene Videothek stätig zu erweitern und so für sich selbst die Möglichkeit zu schaffen, manchen beliebten Streifen immer wieder zu sehen. Früher hatte man zu diesem Zweck einen Videorecorder im Wohnzimmer stehen. Mit Hilfe dieses Gerätes wurden Filme auf VHS-Kassetten aufgenommen. Diese überdimensionalen Kassetten fassten zwischen 90 und 240 Minuten Spielzeit und boten so die optimale Möglichkeit, Filme festzuhalten und bei Bedarf wieder abzuspielen. Wollte man einen Film nicht mehr, hat man die Kassette einfach überspielt. Das Problem: Die Bänder in der Kassette wurden bei mehrmaligem Überspielen und bei regelmäßigem Abspielen belastet, sodass VHS-Kassetten schon nach einigen Aufnahmen entsorgt und durch neue ersetzt werden mussten. Heute geht das einfacher – und vor alle in deutlich besserer Qualität.

Das ist heute alles möglich – externe Festplatte zur Aufnahme oder doch lieber eine Alternative?

Externe Festplatten als TV-Aufnahme-Platte einsetzenNatürlich gibt es heute mehr Möglichkeiten, als „nur“ die Aufnahme auf eine externe Festplatte. Da wäre der Festplattenreceiver. Natürlich erfolgt die Aufnahme da auch auf eine externe Festplatte, allerdings handelt es sich dabei um eine spezielle Festplatte, die eigens für diesen Receiver entworfen wurde und die auch nur von dem jeweiligen Receiver angesteuert werden kann. Der Vorteil bei solchen Varianten liegt in der Regel darin, dass der Festplattenreceiver dank der Festplatte Möglichkeiten wie das Anschauen und Aufnehmen zweier Sendungen parallel bietet.

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Auch Dinge wie zeitversetztes Fernsehen über die TimeShift-Funktion ist hier möglich. Ein einfacher Druck auf die Pause-Taste lässt den Film anhalten. Erst wenn Sie so weit sind, dass Sie weiterschauen möchten, schalten Sie wieder ein. Im Hintergrund wurde der Film auf der Festplatte des Receivers aufgenommen und wird direkt nachdem Sie wieder ins Livebild schalten, wenn Sie den Film zu Ende gesehen haben, gelöscht. Darüber hinaus stellt sich das Menü der Festplatte oftmals graphisch deutlich angenehmer dar, als beim einfachen Anschluss einer externen Festplatte an den Fernseher. Und Ihr Fernseher kann jeden Festplattenreceiver erkennen und bedienen – nicht alle Fernseher können mit einer einfachen externen Festplatte aufnehmen.

Eine andere Alternative sind Blue-Ray-Recorder. Hier nimmt man die Sendungen allerdings nicht auf eine Festplatte sondern mit einer Blue-Ray wiederum auf ein Medium, vergleichbar mit einer VHS-Kassette in alten Zeiten, auf. Wer keine zusätzlichen Blue-Rays lagern möchte, greift daher eher auf den direkten Anschluss einer externen Festplatte oder auf einen Festplattenreceiver zurück.

Die externe Festplatten als Aufnahmeplattform – das gilt es zu beachten

Wie bereits erwähnt kann nicht jeder Fernseher automatisch auf einer externen Festplatte aufnehmen. Hierzu muss die Funktion „USB-Recording“ möglich sein. Gerade Fernseher aus dem unteren Preissegment haben noch heute nicht zwangsläufig diese Funktion an Bord. Wenn für Sie die externe Festplatte also das Aufnahmemedium der Wahl ist, sollten Sie schon bei der Auswahl des Fernsehgerätes darauf achten, dass dieses auch wirklich in der Lage ist, eine einfache externe Festplatte entsprechend zu bedienen.

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Nach der Auswahl des richtigen Fernsehers stellt sich die Frage, welche Festplatte die Beste für Ihre Bedürfnisse ist. Hier stehen in der Regel 2,5´ und 3,5´ Festplatten zur Auswahl.

Hinweis: Bei vielen 3,5´ Festplatten benötigen Sie eine externe Stromquelle. Außerdem sind diese Platten in der Regel deutlich lauter, als die kleineren 2,5´ Varianten. Vor allem, wenn sie über einen internen Lüfter verfügen – dann kann der Spaß am Aufnehmen oder am Abspielen einer Sendung schnell vergehen, wenn die ganze Zeit im Hintergrund der Lüfter der Festplatte läuft.

Generell kann man sagen, dass die 2,5´ Festplatten deutlich sinnvoller für einen direkten Anschluss an den Fernseher sind. Sie bieten insbesondere drei große Vorteile. So sind diese Platten:

  • leiser
  • beziehen den Strom aus dem USB-Anschluss
  • nehmen weniger Platz weg

Die Vorbereitungen sind getroffen – nun geht es an die Einrichtung und Inbetriebnahme der Festplatte

Tipp Hinweise
unbedingt alle Daten auf der Festplatte sichern Sie haben einen Fernseher, der per USB-Recording aufnehmen kann und haben sich die Festplatte Ihrer Wahl gekauft. Bevor Sie Ihre Festplatte das erste Mal anschließen, sollten Sie sichergehen, dass Sie keine Festplatte verwenden möchten, auf der noch wichtige Daten gespeichert sind. Wenn Sie beispielsweise eine Festplatte verwenden möchten, auf der Sie Ihre Erinnerungsfotos und -videos haben, wird das dazu führen, dass Sie diese allesamt verlieren. Denn jeder Fernseher, der über die USB-Recording Funktion verfügt, nimmt beim ersten Starten der Festplatte eine Formatierung vor. Dadurch wird die Festplatte auf die Belange des Fernsehers eingerichtet – und alle anderen Daten werden automatisch gelöscht.
wenn der Fernseher die Festplatte nicht erkennen möchte Zuweilen kann es vorkommen, dass ein Fernseher, trotz USB-Recording Funktion, eine externes Modell nicht erkennt. Das liegt dann in der Regel daran, dass die Festplatte zu groß ist. Viele Smart-TV haben das „Problem“ dass sie Festplatten, die größer als 500 GB sind, nicht erkennen bzw. nicht korrekt ansteuern können. In einem solchen Fall sollten Sie die Festplatte erst einmal an einem PC in Partitionen unterteilen. Diese sollten nicht größer als 500 GB sein. Beim ersten Anmelden am Fernseher werden Sie dann gefragt, welche Partition der Fernseher ansteuern soll. So können auch Geräte, die mit größeren Festplatten nicht kompatibel sind Festplatten mit mehr als 500 GB Speicherkapazität bespielen.
das gilt es während der Aufnahme zu beachten Ob Sie parallel einen Film sehen und einen anderen aufnehmen können, hängt jetzt davon ab, über was für einen Tuner Ihr Fernseher verfügt. Haben Sie nur einen einfachen Tuner, also nur die Möglichkeit, einen Sender zu empfangen, müssen Sie während einer Aufnahme immer mit diesem Sender Vorlieb nehmen. Verfügt Ihr Fernseher über einen Twin-Tuner, können zwei Programme gleichzeitig empfangen werden. In diesem Fall können Sie ein Programm aufnehmen und ein anderes sehen. Je nach Fernseher können Sie sogar zwei Programme gleichzeitig aufnehmen. Diese Funktion kann leicht mit den Begriffen „Triple Tuner“ oder „Dual Tuner“ verwechselt werden. Damit ist aber leider etwas völlig anderes gemeint. Ein Fernseher mit einem Triple Tuner oder einem Dual Tuner bietet einfach die Möglichkeit sowohl DVB-T (das in der klassischen Form inzwischen abgeschaltet wurde), Satellitenfernsehen via DVB-S und Kabelfernsehen über DVB-C zu empfangen. Das hat aber nichts mit dem zeitgleichen Empfangen mehrerer Sender zu tun, sondern nur mit den vielschichten Empfangsmöglichkeiten an sich.

Ein paar kleine Nachteile bringt die Festplatte als Aufnahmemedium auch mit

Externe Festplatten sind günstig und bieten eine Menge Platz. Und tatsächlich passen auf eine externe Festplatte mit einer Speicherkapazität von 500 GB rund 50 Filme. Aber leider lässt sich, auch bei einem Fernseher mit USB-Recording Funktion, nicht jedes Programm auf Festplatte aufnehmen. Das liegt daran, dass die Sender selbst über eine Senderverschlüsselung vorgeben können, ob ihr Programm auf einer Festplatte aufgezeichnet werden kann, oder nicht. Die meisten Pay TV Angebote können nicht auf einer einfachen externen Festplatte aufgenommen werden. Das trifft sowohl auf die Sender der Pay TV Plattform Sky, als auch auf die meisten privaten HD-Sender zu. Die öffentlich rechtlichen HD-Sender sowie die privaten „normalen“ Sender können aber problemlos aufgenommen werden.

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Und dann gibt es noch einen Punkt, den es zu beachten gilt. Einen Film, den man auf einer externen Festplatte gespeichert hat, kann man zumeist nur an dem Fernseher wieder abspielen, an dem die Aufnahme erfolgt ist. Selbst das Abspielen oder gar das Kopieren an einem PC ist in der Regel nicht möglich. Insofern führt schon ein Fernseherwechsel zum Verlust der kompletten Videothek auf der Festplatte bzw. dazu, dass die Filme und Serien nicht mehr genutzt werden können.

Die wichtigsten Vor- und Nachteile einer externen Festplatte als Aufnahmemedium im Überblick

  • Externe Festplatten sind günstiger als Festplattenreceiver oder Blue-Ray-Recorder.
  • Nach einer schnellen und einfachen Formatierung steht Ihnen die Festplatte zur Verfügung.
  • Die Filme und Serien können beliebig oft gespeichert und gelöscht werden – kein Qualitätsverlust beim Abspielen.
  • Mit einer externen Festplatte besteht die Möglichkeit, die TimeShift Funktion zu nutzen, wenn der Fernseher diese unterstützt.
  • Eine 500 GB Festplatte fasst rund 50 Filme – wenn nicht in HD-Qualität aufgenommen wird sogar deutlich mehr.
  • Nicht auf allen Fernsehgeräten nutzbar.
  • Zumeist besteht nur die Möglichkeit, dass Programm das aufgenommen wird, auch zu sehen.
  • HD Aufnahmen sind in der Regel nur auf den öffentlich rechtlichen Sendern möglich.
  • Filme und Serien können nur an dem Gerät, mit dem aufgenommen wurden auch abgespielt werden.

Fazit: Eine externe Festplatte eignet sich wunderbar als Aufnahmeplattform für das TV-Programm – aber nur wenn Sie den passenden Fernseher besitzen

Wirklich lohnenswert ist eine externe Festplatte, wenn Sie über einen Fernseher verfügen, der neben der USB-Recording und der TimeShift Funktion vor allem auch über einen Twin Tuner verfügt. Sollten Sie neben den gängigen und vor allem kostenlosen TV-Programmen auch Pay-TV-Kunde sein, macht es Sinn über einen Festplattenreceiver des Anbieters Ihrer Pay-TV-Sender nachzudenken. Denn hier haben Sie nicht nur alle Möglichkeiten, die Ihnen eine externe Festplatte ohnehin bietet – und das bei jedem Fernseher, auch ohne USB-Recording Funktion – sondern können auch die Programme Ihres Pay-TV-Anbieters aufnehmen.

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Bildnachweise: biker3 / Fotolia.com, Amazon/ Maxtor

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