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Ist eine externe Festplatte mit Verschlüsselung sinnvoll?

LaCie FestplattenExterne Festplatten werden heute in allen Bereichen der Wirtschaft und in vielen privaten Haushalten eingesetzt. Dabei werden oftmals auch Daten, die durchaus sensibel sein können, auf solchen Festplatten hinterlegt. Selbst Fotosammlungen oder Videos die auf einer externen Festplatte gespeichert werden, können zuweilen Bilder und Filmsequenzen enthalten, die privat sind und nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Wie kann man solche Daten sinnvoll und effektiv schützen? Eine Möglichkeit könnten auf den ersten Blick verschlüsselte Festplatten sein. Externe Festplatten mit einer eigenen Verschlüsselung speichern ausschließlich verschlüsselte Daten und sind nur mit enormen Aufwand von echten Profis zu knacken. Das bringt allerdings nicht nur Vorteile mit sich. Lesen Sie in der Folge, wann eine verschlüsselte Festplatte wirklich Sinn macht und welche Alternativen es gibt.

Wie funktioniert eine externe Festplatte mit Verschlüsselung?

Ist eine externe Festplatte mit Verschlüsselung sinnvoll?Externe Festplatten mit Verschlüsselung speichern Daten ausschließlich in verschlüsseltem Zustand. Das bedeutet, dass hier nicht der eigentliche Zugang zur Festplatte als solcher gesichert ist, sondern jede einzelne Datei. Das bringt eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich. So ist zum Beispiel bei einer Festplatte mit interner Verschlüsselung sichergestellt, dass niemand ohne das entsprechende Passwort auf die Daten zugreifen kann. Auch nicht, indem er die externe Festplatte auseinandernimmt und das Speichermedium beispielsweise in eine Festplatte ohne Verschlüsselung einsetzt. Wäre nur der Zugang zur Festplatte verschlüsselt, würde schon der Austausch des elektrischen Controllers in der Festplatte ausreichen, um die Daten lesbar zu machen.

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Eine andere Möglichkeit wäre, die Magnetscheibe auszubauen und die Daten von einem Datensicherungsdienst auslesen zu lassen. Im privaten Bereich muss man sich wahrscheinlich um derart kriminelle Vorgehensweisen wenig Gedanken machen – auf dem Gebiet der Wirtschaftsspionage ist ein solches Vorgehen aber sehr wohl zu erwarten. Stellt sich natürlich die Frage, ob ein solch hohes Maß an Schutz in einem privaten Haushalt überhaupt notwendig ist.

Gibt es Situationen in denen externe Festplatten mit Verschlüsselung wirklich Sinn machen?

Externe Festplatten mit Verschlüsselung sind extrem sicher – so viel kann man an dieser Stelle auf jeden Fall schon einmal festhalten. Nicht umsonst erfüllen beispielsweise die verschlüsselten Festplatten von Seagate die Anforderungen verschiedener Regierungen weltweit, wenn es um das Thema Datensicherheit geht. Selbst die kanadische und die US-Regierung haben die verschlüsselten externen Festplatten von Seagate als ausreichend sicher für Daten der Kategorie „geschützt“ eingestuft. Bleibt die Frage, ob eine Privatperson derart verschlüsselte Daten benötigt, oder ob es sich dabei eher um eine nette Spielerei handelt. Das ist im ersten Moment eine Frage des persönlichen Gefühls und des eigenen Sicherheitsbedürfnisses. Allerdings darf man dabei einige Punkte nicht außer Acht lassen.

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Problem Hinweise
das Zeitalter der Digitalisierung bringt auch neue Gefahren mit Früher konnte es passieren, dass Kinder auf dem Schulhof gemobbt wurden. Mobbing ist seit jeher eine grausame Art, einen anderen Menschen zu drangsalieren. Und vor allem Kinder haben unter solchen Angriffen extrem zu leiden. Im letzten Jahrzehnt hat aber eine Art des Mobbings, dass die Kinder bis in ihre Kinderzimmer verfolgt, immer mehr zugenommen: das sogenannte Cybermobbing. Dabei geben sich Kinder und Jugendliche nicht mehr damit zufrieden, ihre Opfer „nur“ auf dem Schulweg oder auf dem Schulhof zu drangsalieren – sie setzen ihre Angriffe in sozialen Netzwerken, per E-Mail und in Chats fort. Wenn einem solche Mobber Fotos ihrer Opfer in die Hände fallen, die nicht ausreichend gesichert auf einem einfachen Datenträger liegen und schon mit einem per E-Mail eingeschleusten Trojaner abgegriffen werden können, kann das für die betroffenen Kinder und Jugendlichen verheerende Folgen haben.

Denn Fotos und Videos die einmal im Internet veröffentlicht wurden, sind nur schwer bis gar nicht wieder zu entfernen. Allein unter diesem Gesichtspunkt ist es durchaus sinnvoll darüber nachzudenken, eigene Daten und die Daten der Kinder durch eine externe Festplatte mit Verschlüsselung zu sichern.

eine verschlüsselte Festplatte kann auch nicht ausversehen in falsche Hände fallen Oft werden externe Festplatten als Datenträger für unterwegs genutzt. Da kann es durchaus passieren, dass ein solcher Datenträger einmal irgendwo liegen bleibt und vergessen wird. Sie arbeiten im Zug und haben Ihre externe Festplatte dabei? Am Ende haben Sie die Zeit vergessen und erst registriert, dass Sie in Ihrem Zielbahnhof sind, als der Zug schon zum Stehen gekommen war. Jetzt ist Eile angesagt. Dabei entgeht Ihnen, dass Sie Ihre externe Festplatte noch nicht eingesteckt hatten. Externe Festplatten im Format 2,5´ gehen tatsächlich gar nicht so selten verloren, wie man meinen mag. Letztlich sorgt eine interne Verschlüsselung der Festplatte dafür, dass Sie in diesem Fall nur eine Festplatte verloren haben, aber nicht Gefahr laufen, dass Ihre Daten von Fremden und Unbefugten gelesen und verwendet werden.

Welche Alternativen gibt es zur externen Festplatte mit Verschlüsselung?

Externe Festplatten kann man, ähnlich wie USB-Sticks, auch mit verschiedenen Programmen aus dem Sektor der Antivirensoftware sichern. Früher waren Antivirenprogramme dafür da, Viren abzuwehren und sicherzustellen, dass E-Mails nicht mit Malware verseucht waren. Heute können diese Programme deutlich mehr. So bieten viele dieser Security-Programme auch eigene Verschlüsselungen für externe Festplatten an. Dabei wird, anders als bei einer externen Festplatte mit Verschlüsselung, nicht jede einzelne Datei auf der Festplatte verschlüsselt, sondern nur der Zugang zur Festplatte selbst. Das reicht vollkommen aus, wenn Angriffe auf virtuellem Weg abgehalten werden sollen.

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Hinweis: Mit einem Trojaner oder anderer Spyware oder mit einem direktem Hackerangriff kann man diese Verschlüsselungen so gut wie gar nicht umgehen. Fällt eine solche Festplatte aber in die falschen Hände, kann man den Schutz auf mechanischem Weg durchaus umgehen.

Vor- und Nachteile einer externen Festplatte mit Verschlüsselung im Überblick

  • bieten ein hohes Maß an Sicherheit
  • Verschlüsselung kann auch auf mechanischem Weg nicht umgangen werden
  • sind oftmals nicht viel teurer als „normale“ externe Festplatten
  • auch verlorene Festplatten können nicht zu einer Gefahr für Firmeninterna werden
  • Daten können auch von einem Datenwiederherstellungsdienst nicht ausgelesen werden
  • Sicherheit mancher Anbieter ist sogar auf dem Niveau nationaler Sicherheitsdienste
  • viele Hersteller legen großen Wert auf die Sicherheit Ihrer Daten
  • ist die Festplatte einmal beschädigt, können die Daten nicht wiederhergestellt werden
  • geht der Schlüssel bzw. das Passwort verloren, gibt es keine andere Möglichkeit auf die Daten zuzugreifen – keine Hintertür möglich

Viele Nutzer digitaler Medien denken immer, dass sie ein höheres Maß an Sicherheit nicht benötigen, sie haben doch keine so wichtigen Daten, dass Kriminelle auf die Idee kommen könnten, sie auszuspähen. Dabei vergessen sie, dass Informationen und Dateien, die für den einen ganz alltäglich und unverfänglich wirken, für jemand anders große Bedeutung haben können. Und jeder, dem schon einmal Daten entwendet wurden, weiß, dass Sicherheit gerade in der digitalen Welt etwas sehr wertvolles sein kann. Die Nutzung von externen Festplatten mit Verschlüsselung ist sinnvoll und empfehlenswert für die folgenden Personengruppen:Für wen ist eine externe Festplatte mit Verschlüsselung die richtige Wahl?

  • Nutzer, die externe Festplatten laufend an einem Rechner angeschlossen haben, der mit dem Internet verbunden ist
  • Nutzer, die Bilder und Videos mit intimen Inhalten auf ihren Festplatten gespeichert haben
  • Nutzer, die auf ihren externen Festplatten Firmendaten und -unterlagen hinterlegt haben
  • Selbstständige und Gewerbetreibende
  • Nutzer, die ihre externen Festplatten regelmäßig in Bereichen mit öffentlichem WLAN nutzen und sich an einem solchen Hotspot ins Internet einwählen
  • Nutzer, die eine externe WLAN-Festplatte nutzen, die durchgehend eingeschaltet ist

Fazit: Ob eine externe Festplatte verschlüsselt sein sollte, ist eine Frage des eigenen Sicherheitsbedürfnisses

Die wenigsten Menschen schließen heute, wenn sie zu Bett gehen, ihre Haus oder Wohnungstür nicht ab. Warum also weniger vorsichtig sein, wenn es um die Sicherheit der eigenen Daten, Fotos, Videos und Dateien geht? Eine externe Festplatte, die durchgehend mit dem Internet verbunden ist, ist ebenso gefährdet für Zugriffe von außerhalb, wie jede interne Festplatte auch. Und eine WLAN-Festplatte, die Tag und Nacht eingeschaltet ist und auf die jedes Haushaltsmitglied ständig zugreifen kann, ist so anfällig für einen Angriff durch Spy- oder Malware, wie eine Festplatte es nur sein kann. Eine Verschlüsselung kann dabei natürlich nicht alle Probleme lösen und ja, eine interne Verschlüsselung kann im Fall einer Beschädigung an der Festplatte auch zum völligen Datenverlust führen, da eine Wiederherstellung nicht möglich ist. Da es aber ohnehin sinnvoll ist, stets mehr als nur eine Sicherungskopie von wichtigen Daten und Dateien zu haben, diese Dinge also auf mehr als nur einer externen Festplatte abgelegt sein sollten, und nicht alle Festplatten gleichzeitig beschädigt sein werden, ist diese Gefahr verhältnismäßig gering.

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Bildnachweise: tstasch / Fotolia.com, Amazon/ LaCie

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