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Kaufberatung für eine externe Festplatte – darauf sollten Sie achten

Transcend Externe FestplattenUrlaubsfotos speichern, die Liedersammlung sichern oder Dokumente aufbewahren – die Anwendungsgebiete von externen Festplatten sind vielfältig. Technisch unterscheiden diese sich kaum von den im PC eingebauten Datenträgern. In der Anwendung sind sie aber um einiges flexibler. Heutzutage gibt es eine Vielzahl verschiedener Festplatten, in allen denkbaren Speichergrößen. Zusatzmerkmale wie USB 3.0, verschiedene Farben und Designs, Verschlüsselungsmechanismen oder besondere Wetterfestigkeit machen die Auswahl nicht einfacher. Im Online-Shop hat man die größte Vielfalt verschiedener Produkte, doch wie wählt man die passende Festplatte für sich aus? Wir haben uns Gedanken über die wichtigsten Kriterien gemacht.

Die wichtigste Frage zu Anfang: Wofür benötige ich die externe Festplatte?

Kaufberatung für eine externe Festplatte - darauf sollten Sie achtenUm sich überhaupt für ein Modell entscheiden zu können, sollte man sich darüber im Klaren sein, wofür man das Speichermedium überhaupt benötigt. In den meisten Fällen gibt es drei verschiedene Anwendungsbereiche: zu Hause als Backup, zu Hause als Netzwerkspeicher oder für Unterwegs. Es liegt auf der Hand, dass Anwender, die die Festplatte nicht aus dem Haus wegbewegen ganz andere Ansprüche an die Geräte stellen, als Nutzer, die die Festplatte häufig mit sich führen. Auch die Möglichkeit der Einbindung in ein Netzwerk stellt andere Ansprüche als die Verwaltung von Dokumenten. Speichert man Fotos muss man auf andere Dinge Wert legen, als wenn man häufig Blu-ray Filme hin und her schiebt.

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Die Unterschiede fangen schon beim Gehäuse und der äußeren Erscheinung an. Am Gängigsten sind Modelle in den Größen 3,5-Zoll oder 2,5-Zoll. Oft sind die kleineren Platten ein wenig kostspieliger als ihre großen Brüder, dafür aber klein und handlich. Optimal für Menschen, die den Speicher überall mitnehmen möchten. Dies kann praktisch sein um Urlaubsbilder zu zeigen, die Lieblingsmusik dabei zu haben, aber auch um Dokumente an denen man arbeitet bei sich zu führen. Für diesen Anwendungsbereich ist ein weiteres wichtiges Kriterium, dass die Platte sehr robust sein sollte. Es gibt neben zusätzlichen Taschen und Schutzhüllen auch welche, die bereits für die Anwendung draußen ausgerichtet sind. Stoßfeste Festplatten gehören heute bereits zum Standardsortiment, doch auch wasserfeste Speichermedien muss man nicht mehr lange suchen. So ist man gegen alle Eventualitäten gerüstet und kann die Festplatte überall hin mitnehmen oder explizit auf die Sicherheit zu achten.

Will man vorrangig zu Hause seine Daten sichern, sei es als Backup Lösung oder als Netzwerkspeicher, kann man mit gutem Gewissen auch nach der größeren 3,5-Zoll Variante greifen. Wichtig ist hier auch zu beachten, dass diese große Variante oft mit einem eigenen Netzteil arbeitet, während die kleine Variante sich den Strom per USB-Kabel zieht. Da sie im Normalfall nicht so oft bewegt wird, muss sie auch nicht extra stoßfest sein – auch wenn dies natürlich ein netter Pluspunkt ist. Hier ist eine wichtigere Eigenschaft die Schreibgeschwindigkeit, vor allem wenn man oft größere Mengen an Daten hin- und herschiebt. Ein weiteres Merkmal spielt dann auch eine große Rolle: USB 3.0 (sofern der heimische Computer über den passenden Anschluss verfügt). Damit kann das Maximum an Übertragungsrate und Schreibgeschwindigkeit erreicht werden.

Besondere Merkmale für eine externe Festplatte im Netzwerk

Wird der Speicher in das eigene Heimnetzwerk eingebunden, gibt es noch weitere Faktoren, die die Kaufentscheidung beeinflussen. Je nach spezifischen Aufbau wird sie per USB an den Router angeschlossen, oder aber mit einem Ethernet Anschluss direkt an das Netzwerk. Es gibt auch Modelle, welche per Funk mit anderen Geräten kommunizieren können, diese Methode ist aber eher nur für eher geringe Datenmengen geeignet. Dadurch ist nicht jede externe Festplatte für den Einsatz in einem Netzwerk geeignet. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man sich gezielt nach NAS (Network Attached Storage) Festplatten umsehen. So kann man sicher sein, dass diese auch den gewünschten Zweck erfüllen wird. Außerdem kann man sich mit der Verwendung mehrerer NAS fähiger Festplatten eine gewisse Redundanz, also Ausfallsicherheit, aufbauen.

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Tipp:  Speichert man sehr empfindliche Daten, oder welche mit einem hohen persönlichen Stellenwert, sollte man sich unbedingt verstärkt über die Sicherheit Gedanken machen. Möglichkeiten wären hier zwei getrennte Festplatten um eine gewisse Redundanz herzustellen, oder auch (zusätzlich) die Anschaffung einer feuerfesten Kassette für zu Hause. Außerdem gibt es spezielle Festplatten, die die gespeicherten Daten zusätzlich verschlüsseln, so sind sie auch im Falle eines Diebstahls sicher. So minimiert man das Risiko, dass wichtige Daten und Erinnerungen für immer verloren gehen, sicherlich einer der Hauptgründe beim Kauf einer externen Festplatte.

Wie viel Speicher brauche ich überhaupt?

Die Kapazität der externen Datenträger reicht von kleinen 100 GB bis hin zu mehreren Terrabyte. Hier spielt die Frage nach dem Geldbeutel eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bekommt man kleinere Festplatten teilweise für einen Schleuderpreis, muss man für große Festplatten, vor allem bei SSDs, teilweise tief in die Tasche greifen. Da sollte man sich natürlich im Klaren darüber sein, wie viel Speicherplatz man eigentlich benötigt. Nicht jeder braucht mehrere Terrabyte an Kapazität, jedoch kann eine kleinere Platte manchmal schneller volllaufen als man es für möglich gehalten hat.

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Im Zweifelsfall sollte man auf jeden Fall an die Zukunft denken und nicht nur den aktuellen Bedarf betrachten. Im Laufe der Zeit sammeln sich mehr Bilder, Unterlagen, Dokumente oder Lieder an, so dass man lieber von vornherein eine passende Größe kaufen sollte. Ein paar Eckpunkte kann man in die Überlegung miteinbeziehen. Speichert man nur seine Bilder, reichen 250 GB schon für rund 50.000 Bilder. Auf dieselbe Festplatte passen ca. 63.000 Songs, aber nur 15 Blu-ray Filme, bei normalen HD-Filmen ist es ca. das Doppelte. Bedenken sollte man auch, dass der Preis, der pro Gigabyte verlangt wird, geringer wird, je größer der Festplattenspeicher ist.

Vor- und Nachteile einer hochwertigen externen Festplatte

  • handliche, robuste und evtl. wasserfeste Festplatte wenn man oft unterwegs ist
  • im Einsatz zu Hause auf hohe Übertragungsrate und USB 3.0 setzen
  • SSD überzeugen zwar durch schnelle Übertragungsrate und robustes Innenleben, sind aber auch preisintensiver
  • je nach Wichtigkeit der gespeicherten Daten sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen ergriffen werden (redundante Speicherung, Ablage an sicherem Ort)
  • möchte man eine Netzwerkanbindung sollte man gezielt nach NAS Festplatten suchen
  • lieber zu viel, als zu wenig Speicherplatz
  • auf Verschlüsselung achten
  • nicht alle Gehäuse von externen Festplatten sind stoßfest – achten Sie auf einen entsprechenden Hinweis, wenn Sie das Gerät unterwegs nutzen wollen

Altbekannte HDD oder neuartige SSD?

Streng genommen sind SSDs keine externen Festplatten im eigentlichen Sinne. Im Gegensatz zu den HDDs (Hard Disk Drives) speichern die SSDs (Solid-State-Disks) nicht mehr mechanisch, sondern rein elektronisch mittels eines Flash-Chips. Dennoch sind externe SSDs auf dem Vormarsch und erfüllen dieselben Zwecke wie die altbewährten HDDs. Spätestens seit Windows 10 sind die schnellen Datendepots nicht mehr aus den Computern wegzudenken. Doch so ähnlich sie auch in ihrer Anwendung sind, so unterschiedlich sind sich die Speicher im Aufbau.

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Hier eine Übersicht der wichtigsten Merkmale beider Datenträger:

Hard Disc Drive (HDD) Solid State Disk (SSD)
Vergleichsweise langsame Übertragungsrate Schnelle Übertragungsrate
Preis pro Gigabyte billiger Preis pro Gigabyte noch teuer
Hart magnetisch arbeitende Scheiben mit Lesekopf Gespeichert wird rein elektronisch mit Flash-Chip
Durch Mechanik empfindlich gegen Stöße Übersteht Fallen und Stöße meist (gut für unterwegs)
Benötigen mehr Strom Benötigen weniger Strom (gut für die Akkulaufzeit bei Laptops)
Mechanische Bauteile verursachen Geräusche Nahezu lautlos

Für welche der Beiden Speichermedien man sich letztendlich entscheidet bleibt einem selbst überlassen. Manche schwören auf die neue Technik der SSDs während andere sogar die Geräusche des mechanisch arbeitenden Lesekopfes als beruhigend empfinden. Nutzt man den Speicher rein als Backup für Bilder und Dokumente, den man dauerhaft daheim lagert, kann man sich einiges an Geld sparen und zur HDD greifen. Sind einem Schreibgeschwindigkeit und der Einsatz außerhalb des Hauses wichtig, sollte man das Geld in die SSDs investieren.

Bildnachweise: allDevices / Fotolia.com, Amazon/ Transcend

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