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Externe Festplatte pflegen und reinigen

Verbatim Externe FestplattenWird eine externe Festplatte unter optimalen Bedingungen gelagert, kann sie Daten bis zu zehn Jahre speichern. In Ausnahmefällen halten die Speichermedien deutlich länger. Doch damit das möglich ist, muss die Festplatte regelmäßig gepflegt und gewartet werden, denn wie auf einer internen Festplatte werden auch auf der Externen Daten auf verschiedene Art hinterlegt. Sind die Daten nicht in zusammengehörenden Blöcken gespeichert, arbeitet die externe Festplatte sehr langsam, was viel Geduld erfordert. Eine gut aufgeräumte externe Festplatte verspricht Ihnen einen flüssige Arbeit, schnelles Auslesen und eine komfortable Bedienbarkeit. Doch wie können Sie das Speichermedium pflegen? Worauf müssen Sie bei der Lagerung achten und welche Programme erleichtern die Wartung? Erfahren Sie hier die wichtigsten Fakten zur Pflege und Reinigung externer Festplatten.

Verschaffen Sie sich einen Überblick

Externe Festplatte pflegen und reinigenBevor Sie mit dem Aufräumen Ihrer externen Festplatte beginnen können, sollten Sie sich einen Überblick über die vorhandenen Dateien verschaffen. Die externe Festplatte wird zur Speicherung von Dokumenten, Videos und Bildern genutzt. Einige Anwender speichern darauf auch Software und Computerspiele. Alle Inhalte, die auf der externen Festplatte gespeichert werden, belasten das interne System von PC und Laptop nicht, sodass diese uneingeschränkt und flüssig arbeiten können.

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Nach einer jahrelangen Nutzung sammeln sich aber auch auf einer externen Festplatte allerhand Daten, die vielleicht nicht mehr benötigt werden, das System an sich allerdings stark belasten. Bevor Sie damit beginnen, einzelne Inhalte zu löschen, sollten Sie sich einen Überblick verschaffen. Versuchen Sie die gespeicherten Inhalte gedanklich in Dokumente, Bilder, Videos und Software aufzuteilen. Haben Sie Programme auf der externen Festplatte gespeichert, stellt sich natürlich die Frage, ob Sie diese noch nutzen.

Tipp: Software, die Sie nicht mehr anwenden oder vielleicht doppelt gespeichert haben, können Sie bedenkenlos löschen. Dies gilt übrigens auch für diverse Demoversionen, die oft zu Spielen mitgeliefert werden. Auch gespeicherte Dokumente und Inhalte sollten Sie sich genauestens ansehen und nach einer umfassenden Prüfung löschen.

Datenreste dürfen nicht in Vergessenheit geraten

Löschen Sie Inhalte von Ihrer Festplatte, bleiben in vielen Fällen Datenreste zurück. Diese mögen zwar gering sein, sorgen in der Summe aber für eine deutliche Verlangsamung des Systems. Bekannt sind die Datenreste auch als temporäre Dateien. Tauchen auf der externen Festplatte nach dem Löschen von Software temporäre Dateien auf, können Sie diese entfernen. Das System wird dadurch nicht beeinträchtigt, denn werden diese erneut benötigt, erfolgt die automatische Wiederanlage dieser. Die temporären Dateien gibt es übrigens nicht nur auf der externen, sondern auch auf der internen Festplatte. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Sie mit Windows arbeiten. Windows erzeugt die temporären Dateien automatisch, da sie zur Ausführung verschiedener Aktionen benötigt werden. Irgendwann kommt das Betriebssystem aber ohne diese aus. Windows ist zwar so „intelligent“, temporäre Dateien selbst anzulegen, allerdings werden sie nicht gelöscht.

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Aus dem Flickenteppich wird ein aufgeräumtes System

Haben Sie alle nicht mehr benötigten Dokumente und überflüssige Software gelöscht, können Sie sich Ihre externe Festplatte wie einen Flickenteppich vorstellen. Zwischen den gespeicherten Daten gibt es viele Lücken. Ursprünglich waren auch an diesen Stellen Dateien zu finden. Die Lücken kommen der Arbeitsweise des Systems keineswegs zu Gute und sorgen dafür, dass sich die Festplatte verlangsamt. Mit der Defragmentierung steht einer der letzten großen Arbeitsschritte an.

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Die Defragmentierung müssen Sie nicht selbst vornehmen, sondern können dies vom System erledigen lassen. Durch diesen Vorgang werden die Teile und Datenfragmente, die zusammengehören, auf der Festplatte wieder zusammengefügt. Die vielen kleinen Teile werden wieder wie bei einer Schallplatte hintereinander abgelegt, sodass die Festplatte diese schnell auslesen kann. Die Defragmentierung sorgt für ein reibungsloses und störungsfreies Auslesen.

Richtige Lagerung der externen Festplatte

Ein unerlässlicher Bestandteil der richtigen Festplattenpflege ist die Lagerung. In einer Festplatte gibt es viele kleine Elemente, die beweglich sind. Sie können bereits durch kleine Erschütterungen so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, dass das Speichermedium anschließend nicht mehr richtig funktioniert.

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Tipp Hinweise
Erschütterungen vermeiden Als besonders empfindlich gelten hier die Schreib-Leseköpfe. Die Köpfe koordinieren die Steuerelektronik. Ein winzig kleiner Motor treibt diese Elemente an, sodass sie sich über die Plattenoberfläche bewegen. Der Festplattenaufbau zeigt, wie wichtig eine fachgerechte Lagerung ist. Bei Lagerung und Aufbewahrung gilt es Erschütterungen zu vermeiden. Ebenso wichtig ist eine trockene Umgebung. Ein feuchter Keller ist nicht der richtige Ort, um eine Festplatte aufzubewahren.
Temperaturschwankungen vermeiden Die Hersteller dieses Speichermediums empfehlen die Einhaltung von konstanten Temperaturen. So sollten die Festplatten nicht zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Ein erhebliches Risiko stellt immer Kondenswasser dar. Kondenswasser kann sich bei diesem Speichermedium beispielsweise während des Versands bilden. Verschickt ein Hersteller eine externe Speicherplatte im Winter per Post, kann aufgrund der niedrigen Temperaturen nach dem Auspacken Kondenswasser auf der Festplatte entstehen. Um dies zu vermeiden, sollte neben einer isolierenden Verpackung ein feuchtigkeitsbindendes Mittel eingesetzt werden. Hier hat sich vor allem Silica-Gel etabliert.
nur transportieren, wenn ausgeschaltet Möchten Sie Ihre externe Festplatte von Zuhause beispielsweise mit ins Büro nehmen, müssen Sie vor dem Transport sicherstellen, dass diese auch wirklich ausgeschaltet ist. Ansonsten können die Bewegungen während des Transports dazu führen, dass die Festplatte fehlerhaft arbeitet und Schäden verursacht, die irreparabel sind.

Schonen Sie Ihre Festplatte beim Anschluss

Grundsätzlich müssen Sie sorgsam mit Ihrer Festplatte umgehen. Dies gilt auch, wenn Sie das Speichermedium an den PC anschließen. Achten Sie hier darauf, dass die Festplatte wirklich aus ist. Über diverse Kabel erfolgt dann die Verbindung zum PC. Neben IDE Anschlüssen haben sich hier insbesondere folgende Anschlusstypen durchgesetzt:

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  • SATA
  • SAS
  • SCSI

Ziehen Sie beim Transport alle Anschlusskabel ab, sodass diese nicht in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Es gibt viele Situationen, in denen eine externe Festplatte beschädigt werden kann. Oft reicht es schon aus, wenn das Speichermedium auf dem Schreibtisch plötzlich umfällt. Die dadurch entstehende Erschütterung ist für jede Festplatte eine große Gefahr. Vermeiden Sie zudem starke Magnetfelder, die sich in der unmittelbaren Umgebung befinden sollen. Sie können einen Datenverlust nach sich ziehen.

Vor- und Nachteile der richtigen Pflege und Reinigung von externen Festplatten

  • Auf Festplatten ist ein ständiges Kommen und Gehen von Dateien. Damit Ihr Gerät auch weiterhin schnell läuft, legen wir Ihnen regelmäßige Defragmentierungen ans Herz. Die gängigen Betriebssysteme bieten hierfür integrierte Programme und Lösungen, wodurch der Aufwand sehr gering ist.
  • Auch durch die richtige Lagerung können Sie Probleme und Defekte vermeiden. Inzwischen bieten einige Hersteller auch stoßfeste Gehäuserahmen an, die meistens auch wasserdicht sind. So geben Sie Ihrer Festplatte zusätzlichen Schutz.
  • Vor einem Transport sollten Sie dennoch alle Anschlusskabel ziehen, wodurch Kabelbrüche vermieden werden.
  • Zugegeben, diese Vorsichtsmaßnahmen kosten Mühe – doch eine funktionstüchtige Festplatte wird es Ihnen danken.

Regelmäßige Pflege und richtige Lagerung zahlen sich aus

Damit Sie lange auf Ihre externe Festplatte als Speichermedium bauen können, ist es wichtig, dass Sie diese regelmäßig pflegen und von Datenmüll befreien. Hierfür brauchen Sie weder umfassende Fachkenntnisse noch spezielle Programme. Sämtliche Löschvorgänge können Sie selbst und bezogen auf einzelne Dokumente durchführen. Durch die Entfernung temporärer Dateien werden die noch vorhandenen Datenreste endgültig los. Die Defragmentierung schließt mit der Pflege und Wartung ab. Achten Sie nach der Reinigung auf die richtige Lagerung in einer trockenen Umgebung, die keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

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Bildnachweise: 3dkombinat / Fotolia.com, Amazon/ Verbatim

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