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Externe Festplatte selbst bauen – so geht’s

Sony Externe FestplattenWenn Sie sich eine externe Festplatte kaufen wollen, dann finden Sie im Online Shop eine Reihe von Angeboten, die allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile bieten. Da gibt es die großen 3,5 Zoll Festplatten oder die schmalen 2,5 Zoll Modelle. Was ist aber, wenn Sie daheim noch eine interne Festplatte herumliegen haben und diese nur ungern wegwerfen wollen? In diesem Fall können Sie aus einer normalen Festplatte eine externe Festplatte basteln. Wie das funktioniert und welche Bauteile Sie hierfür benötigen, zeigt Ihnen der Ratgeber.

Was muss für eine Selbstbau Festplatte vorhanden sein?

Externe Festplatte selbst bauen – so geht'sGrundsätzlich benötigen Sie zum Bau einer eigenen externen Festplatte das passende Werkzeug. Dabei ist es wichtig, dass Sie einen Kreuzschlitzschraubenzieher in Ihrem Besitz haben. Dieser sollte möglichst klein und schmal sein, sodass Sie die Schrauben der einzelnen Bauteile lösen können. Meist reicht ein einfaches Schraubendreher Set aus, da hier die schmalen Werkzeuge oft vertreten sind. Wer allerdings sichergehen möchte, greift im Online Shop zu einem PC Werkzeugset. Hier finden Sie alle gängigen Größen beim Schraubendreher, damit Sie jederzeit gerüstet sind. Ein PC Werkzeugset ist ohnehin eine gute Anschaffung, wenn Sie öfter einen eigenen PC zusammenbauen wollen. Hier finden Sie gerade die schmalen und kleinen Schraubendreher, mit denen Sie auch ideal in das Innere des Rechners gelangen, ohne überall anzuecken.

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In diesem Fall geht es aber um den Selbstbau einer externen Festplatte. Bei einer externen Festplatte müssen zunächst die passenden Werkzeuge vorhanden sein. Sind diese vorhanden, kommt es im nächsten Schritt auf die Bauteile an. Hier wird natürlich die eigentliche Festplatte benötigt. Daneben benötigen Sie aber auch noch das Gehäuse, in welches Sie die interne Festplatte einbauen wollen. Worauf Sie dabei achten müssen, sehen Sie in weiteren Abschnitten. Schauen Sie auch, ob Sie die passenden Schrauben haben. Oft sind Schrauben zwar im Set mit dem Gehäuse dabei, doch ist das in der Praxis nicht immer der Fall. Informieren Sie sich im Vorfeld im Online Shop, lesen Sie sich Bewertungen und Empfehlungen durch und greifen Sie dann zum passenden Schraubenset.

Welche Festplatte kann genutzt werden?

Wenn Sie eine externe Festplatte selbst bauen wollen, sollten Sie im Vorfeld überlegen, welche Art von Festplatte umgebaut werden soll. Dabei können die Festplatten durchaus sehr unterschiedlich aussehen und benutzt werden. In der Regel möchten Sie eine interne Festplatte zu einer externen Festplatte umbauen. Haben Sie im Keller noch eine sehr alte Festplatte, kann es sich hierbei um eine klassische IDE Festplatte handeln. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches einen sehr breiten Anschluss besitzt, der eine Breite von knapp 5 Zentimetern aufweist und meistens mit einem grauen, langen Kabel versehen wird. Diese Festplatte galten lange Zeit als Standard, bis letztlich die Hersteller die SATA Festplatte eingeführt haben. Diese Festplatten haben laut einem Festplatten Test nicht nur einen schmaleren Anschluss, sondern können auch höhere Geschwindigkeiten bei der Übertragung erreichen.

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Generell wird von Bastlern empfohlen, eine SATA Festplatte zur externen Festplatte umzubauen. Das liegt daran, dass diese Festplatten weniger Platz benötigen und in der Praxis eine höhere Geschwindigkeit erreichen. Doch gibt es noch immer Liebhaber, die ihre alte IDE Festplatte nicht aufgeben wollen, da hier vielleicht noch wichtige Daten gespeichert sind. Schauen Sie sich daher im Online Shop um, welche Gehäuse noch mit einer IDE Festplatte benutzt werden können. Meist sind diese Gehäuse etwas breiter und größer, da das IDE Kabel ein höheres Volumen aufweist.

Hinweis: Generell kann aber gesagt werden, dass Sie sowohl HDD Festplatten mit IDE Anschluss, als auch mit SATA Anschluss für eine externe Festplatte nutzen können. Immer häufiger werden auch SSD Festplatten verkauft, die auf mechanische Bauteile verzichten und nur mit einem internen Flash Speicher arbeiten – ähnlich wie ein USB Stick. Diese Festplatten sind ideal zum Umbau zu einer externen Festplatte.

Vor- und Nachteile einer selbstgebauten externen Festplatte

  • Gehören Sie zu den Bastlern und Tüftlern, die gerne selbst entscheiden, was sie verbauen? Dann ist der Zusammenbau einer externen Festplatte eine Herausforderung, bei der Sie die Auswahl der verbauten Komponenten gezielt vornehmen können.
  • Beim Kauf der Utensilien haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Festplatten-Arten und Gehäusen.
  • Sollten Sie die externe Festplatte regelmäßig transportieren wollen, stehen Ihnen sogar stoßfeste Gehäuse zur Auswahl.
  • Seien Sie vorsichtig beim Zusammenbau, denn die Festplatten-Technik ist sehr empfindlich.

Der Selbstbau – worauf muss geachtet werden?

Tipp Hinweise
Größe Wenn Sie sich dann für eine Festplatte entschieden haben, kommt es auf die Wahl des passenden Gehäuses an. Haben Sie eine Festplatte mit einer Größe von 2,5 Zoll? In diesem Fall müssen Sie im Online Shop das passende Gehäuse suchen, welches auch für diese Größe gedacht ist. Natürlich müssen Sie im Vorfeld auch die Punkte beachten, die bereits erwähnt wurden – IDE oder SATA Festplatte. Generell werden Gehäuse in zwei verschiedenen Größen verkauft. So finden Sie Festplatten in 3,5 Zoll oder aber auch in 2,5 Zoll. Die 2,5 Zoll Modelle sind seltener, da die meisten internen Festplatten eine Größe von 3,5 Zoll aufweisen. Lediglich SSD Festplatten neigen zu einer sehr geringen Größe und werden gerne auch mit schmaleren Gehäusen ausgestattet. Zum Großteil werden Sie aber das Gehäuse mit 3,5 Zoll benötigen.
Anschlüsse Haben Sie sich dann für eine Größe entschieden, kommt es im nächsten Moment auf die Anschlüsse an. Im Inneren wurde bereits erwähnt, dass darauf geachtet werden sollte, ob die Festplatte einen IDE oder SATA Anschluss hat. Außen wird die Festplatte meist mit einem USB Kabel betrieben. Hier sollten Sie aber nicht blind kaufen, sondern darauf achten, wie schnell die USB Verbindung wirklich ist. Auch wenn Sie eine schnelle SATA Festplatte extern nutzen wollen, kann diese durch einen langsamen USB Anschluss gebremst werden. Unterschieden wird hier zwischen USB 2.0 und USB 3.0. Galt USB 2.0 lange Zeit als Standard, wurde es mittlerweile von USB 3.0 abgelöst. Mit einem USB 2.0 Anschluss können knapp 60 Megabyte pro Sekunde übertragen werden. Wer sich eine USB 3.0 Festplatte kauft, wird hier eine Datenrate von 500 Megabyte pro Sekunde erreichen können. DAS sind enorme Unterschiede, die Sie in der Praxis schnell bemerken werden. Sie können aber auch eine Festplatte mit Gehäuse bestellen, bei dem der SATA Anschluss bestehen bleibt. Das Gehäuse bietet Ihnen dann keinen USB Anschluss als Schnittstelle, sondern einen SATA Anschluss, wie Sie diesen auch schon bei internen Festplatten finden. Diese eSATA Anschlüsse – so werden Sie genannt – haben eine Datenrate von knapp 190 Megabyte pro Sekunde. Damit liegen sie im guten Mittelfeld. Wer aber besonders schnelle Festplatten bauen möchte, sollte sich eine USB 3.0 Festplatte kaufen.
Zusammenbau Haben Sie alle Bauteile miteinander verbunden, sollten Sie das Gehäuse dicht verschließen und alle Schrauben festziehen. Ist das geschehen, können Sie die Festplatte anschließen und die ersten Gehversuche starten!

Bildnachweise: rupbilder / Fotolia.com, Amazon/ Sony

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